IPPNW: Unabhängige Untersuchung vor Ort statt einseitige Schuldzuweisung

Der Chemieeinsatz in Syrien als Vorwand für einen US-Angriff:

In einer ersten Stellungnahme reagiert die IPPNW auf die Raktion der Bundesregierung (7.4.2017):

www.ippnw.de/startseite/artikel/de/kritik-an-reaktion-der-deutschen-bun....

"Die deutsche Sektion der IPPNW verurteilt den US-Angriff auf Syrien und äußert Unverständnis über die Reaktion der deutschen Bundesregierung. Außenminister Sigmar Gabriel hat den Einsatz als „nachvollziehbar“ bezeichnet, Angela Merkel sprach davon, dass der Chemiewaffeneinsatz eine Sanktionierung verlange. Ein Militäreinsatz ohne UN-Mandat ist aber völkerrechtswidrig und birgt die große Gefahr einer militärischen Eskalation zwischen den Atommächten USA und Russland. Die IPPNW fordert nach wie vor einen kompletten Waffenstillstand aller Parteien im Syrienkrieg.
Die Ärzteorganisation hat bereits am 5. April 2017 jeglichen Einsatz oder Besitz von Chemiewaffen verurteilt. Bisher wurden jedoch keine Beweise vorgelegt, wer hinter dem Giftgasangriff von Idlib steckt. Dies muss in einer unabhängigen Untersuchung vor Ort ermittelt werden, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die UN-Generalversammlung könnte ein solches Vorgehen beschließen, wenn der Sicherheitsrat blockiert ist. Die Kriegsverbrechen aller Seiten müssen zur Anklage gebracht werden.
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wir danken der IPPNW für die schnelle Klarstellung. Wir sind nur zu gut gewohnt, wie leicht solche Vorfälle inszeniert und instrumentalsiert werden - Vorsicht gegenüber Schuldzuweisungen ist hier eindeutig angebracht.

Mehr auch beim Ostermarsch selbst, Claudia Haydt hat sich intensiver mit dem Konflikt befasst.