Ostermarsch München 2017

PEACE

Ostermarsch München 2017

Das Münchner Friedensbündnis rief auf zum Ostermarsch
am Samstag, 15. April 2017


- Flugblatt 4s Text blau 5.4Mb - Version Text schwarz
- Ostermarsch-Plakat als PDF herunterladen (480k)
- Aufruftext - 2S. A4, Download 143k
- zur Online-Unterstützung (Formular)
- Unterstützerliste
- zum Spendenkonto
- Über die Beteiligten im Ablauf
- Der Demonstrationsweg
- Neu: der Faktencheck zum Aufruf ...
Danach (Audio, Video, Text, soweit vorhanden):
Erhard Seiler - Bildungsfreiräume e.V. - Çetin Oraner - Claudia Haydt - Doro Weniger - Johanna Pfeffer - Claus Schreer
Überblick Ostermärsche bundesweit
Rückblick: Ostermarsch München 2016
Ostermärsche in Süd- und Nordbayern 2017
Ostermontag: "Ostermarsch Draußen" - Bad Tölz
Petition: Aufrüstung stoppen! Rüstungsausgaben senken!
Petition: Atomwaffenstationierung in Deutschland beenden
Pressemitteilung 29.3.2017 (PDF)
Pressemitteilung 10.4.2017 - als PDF
PM 12.4.2017 - aktualisiertes Programm - als PDF

erster Videomix - Demo-Clips - BR24 - ganz-muenchen
Nachlese und Vorschau



direkt zum Aufruftext

Das Programm am 15. April 2017

  9:30 Uhr Ökumenischer Gottesdienst, St. Markus, Gabelsbergerstr. 6, mit Pfarrer Wolfgang Schürger
11:00 Uhr Auftakt am Stachus (Karlsplatz)
anschließend Demonstrationszug zum Max-Joseph-Platz mit Samba Sole Luna
ca. 12:30 Uhr Kundgebung auf dem Max-Joseph-Platz - mit
dazu Infostände, Programm ab ca. 12:15 Uhr mit Musik und Ansagen

... Mehr zu den Beteiligten

Tontechnische Betreuung: Fredie (info-at-ohton.net)

.



Aufruf zur Unterstützung 2seitig, Download 143k

Ostermarsch-Aufruf 2017

Abrüsten für eine gerechtere Zukunft

www.muenchner-friedensbuendnis.de

Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt!

Von Afghanistan über Jemen bis Mali finden wir heute Regionen der Perspektivlosigkeit, von Verwüstung und Gewalt - das Ergebnis eines vorgeblichen „Krieges gegen den Terror“, der selbst nur Terror ist, und der auf ganzer Linie gescheitert ist. Hunderttausende von Opfern nicht nur im Irak, in Libyen und Syrien, und keine Umkehr in Sicht?

In dieser Situation stellt die Bundesregierung, nahezu ohne nennenswerte öffentliche Kritik, die Weichen für weitere maßlose Aufrüstung: Der Rüstungshaushalt wurde in den letzen Jahren laufend erhöht auf heute 37 Milliarden Euro. Das war erst der Anfang, die jüngsten Ankündigungen auf der Münchner „Sicherheits“konferenz - 2% vom Bruttoinlandsprodukt - würden zu einer dramatische Steigerung führen, nämlich zur Verdoppelung der Militärausgaben auf über 70 Milliarden Euro. Gleichzeitig treibt vor allem Deutschland den Umbau der EU zu einer militärischen Großmacht an.

Dabei gibt der „Westen“ mit seinen Allianzen – EU, NATO und weitere Partner – bereits jetzt im Vergleich zur übrigen Welt ein Vielfaches für das Militär aus.

Über tausend Militärstützpunkte auf dem Globus stehen für militärische Machtpolitik ...

… und fast alle gehören zum westlichen Machtbereich!

Angesichts dieser haushohen militärischen Überlegenheit kann jede weitere Rüstung nur als Drohung verstanden werden. Gegen wen sollen sich mögliche militärische Angriffe der NATO richten, welche „Terroristen“ sind als nächstes an der Reihe?

Die wachsende Konfrontation gegenüber Russland führt in eine Sackgasse. Der Truppenaufmarsch an der Grenze zu Russland, zusammen mit den zunehmend aggressiv angelegten Großmanövern, ist ein Spiel mit dem Feuer. Wir übersehen nicht die militärischen Reaktionen Russlands – die Notwendigkeit einer Verständigung ist offensichtlich!

Die heutigen Herausforderungen von Klimawandel, Umweltverschmutzung, Fluchtbewegungen bis – ja, auch Terrorismus, sind gerade nicht mit Militärpolitik und harter Konkurrenz zu bewältigen.

Die Bundesregierung unterstützt die türkische Regierung, die systematisch jegliche Opposition innerhalb wie außerhalb des Parlaments verfolgt. Ebenso verhängnisvoll ist die fortgesetzte Kooperation der Bundesregierung mit despotischen Monarchien wie Saudi-Arabien oder die skrupellose Unterstützung für repressive Putschregime wie Ägypten und andere. Die Beschwörung der „westlichen Werte“ und der Menschenrechte ist nur Heuchelei.

Die Rüstungsexporte sind Teil des Problems und gehören abgeschafft!

Asyl ist Menschenrecht, daran halten wir fest!

Auch um Fluchtursachen zu bekämpfen muss eine friedensorientierte Außenpolitik auf der Gleichberechtigung souveräner Staaten beruhen, statt auf der gegenwärtigen militärischen Machtpolitik.

Bei den Interventionen zu Syrien ebenso wie in der Konfrontation mit der Ukraine wurde fast nur auf Verschärfung statt auf mögliche Schritte zur Verständigung gesetzt.

Wir empören uns – eine Umkehr ist nötig!

Obwohl der Bundestag im März 2010 beschlossen hat, die Atomwaffen in Büchel abzuziehen, wurde inzwischen eine verantwortungslose „Modernisierung“ begonnen! Erschreckend, wie hierzulande wieder von Atombewaffnung gesprochen wird – eine Geißel der Menschheit, die gemeinsam abgeschafft werden müsste!

Die Politik der Militarisierung richtet nur Schaden an. Nirgendwo sind Verbesserungen für die Bevölkerung zu erkennen, ganz im Gegenteil: Geld und Ressourcen fehlen für die menschliche Entwicklung. Wir definieren menschliche Sicherheit so: Nahrung, Wasser, Wohnen, Arbeit, Bildung und Musik und Kultur. Daran müssen sich die Politiker messen lassen.

Aufrüstung und Sozialabbau sind zwei Seiten einer Medaille – Verschlechterungen bei Renten und übriger Sozialpolitik sind unfreiwillige Opfer für die Ansprüche der Bundeswehr, die durch nichts gerechtfertigt sind!

Die Regierung wird dabei von den meisten großen Medien „wie aus einem Munde“ unterstützt.

Dem entspricht deren auffällige Unterstützung des alten und des neuen Bundespräsidenten – beide, Gauck wie Steinmeier, setzten sich ausdrücklich für noch mehr Bundeswehreinsätze und damit Konfrontation ein – Nein, davon wenden wir uns ab.

Wir erinnern uns mit Respekt an einen Bundespräsidenten, an Gustav Heinemann, der tatsächlich mit seiner ganzen Persönlichkeit für Friedenspolitik eintrat. Vor allem ein Kernsatz ist gerade heute für uns die wichtigste Empfehlung:

„Jede Bundeswehr muss grundsätzlich bereit sein, sich um einer besseren politischen Lösung willen in Frage stellen zu lassen.“

Gleichzeitig berufen wir uns auch auf einen großen Aufklärer unserer Tage, Edward Snowden, unfreiwillig im russischen Exil. Er bringt es wiederholt in seinen Videobeiträgen auf den Punkt:

„Es reicht nicht, an etwas zu glauben. Wenn Ihr wollt, dass es besser wird, werdet Ihr Euch für etwas einsetzen müssen.“

In diesem Sinne rufen wir auf – macht mit beim Ostermarsch
München, Samstag, 15. April 2017, 11:00 Uhr
vom Stachus zum Max-Joseph-Platz


Bitte unterstützt den Ostermarsch und diesen Aufruf -> zur Online-Unterstützung (Formular) - aktuelle Liste der Unterstützer
für diesen Aufruf erhoffen wir bis zum Ostermarsch auf möglichst viele Unterstützungen!

TRÄGERKREIS MÜNCHNER FRIEDENSBÜNDNIS: Deutsche Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegnerlnnen (DFG/VK)Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FIFF)Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung IPPNW e.V.Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF)Münchner Bürgerinitiative für Frieden und Abrüstung (BIFA)Mütter gegen Atomkraft München e.V.Munich American Peace Committee (MAPC)Netzwerk Friedenssteuer Gruppe MünchenPax Christi MünchenVereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten • Welt ohne Kriege e.V.

Noch am Wachsen: der "Faktencheck" zum Aufruf ...


Der Demonstrationsweg:
Sonnenstrasse, Josephspitalstr., Herzog-Wilhelm-Str., Sendlinger Str., Herrmann-Sack-Str., Oberanger, Rosenthal, Viktualienmarkt, Tal, Dienerstr, Residenzsstr.


"Ostermarsch Draußen" am Ostermontag, 17. April: Rundwanderung Bad Tölz ... Treff München: Ostermontag 10:45h Gleis 33 (Starnberger Bf.) korrigiert
Spendenkonto: Friedensbüro e.V., IBAN: DE66 7001 0080 0041 0398 01 BIC: PBNKDEFF
Möglichst bitte Spenden - Einzelpersonen 10.-, Gruppen 25.- .. 50.- € oder (gerne!) mehr; Stichwort: "Ostermarsch"

Ostermarschaufruf ... unterstützen!

Das war das Formular zur Unterstützung
des Ostermarsch-Aufrufs 2017
- Hier auch als PDF zum Download (143k) - die aktuelle Unterstützerinnenliste sollte jetzt stimmen - bitte selbst dort nachsehen, ob alles korrekt ankam!

Bei Fragen zum Formular: Normale Email ist auch ok; Tel. Info 089 181239

Hier bitte selbst nachsehen, ob alles richtig ankam (Fehler passieren)! die Unterstützungen ansehen!

Und bitte dran denken - guckt nach, ob Euer Spendenbeitrag schon geklappt hat ...

Ostermarsch München - Beteiligte am 15. April 2017

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Beteiligte am 15. April 2017

Pfarrer Wolfgang Schürger
Bei Engagierten vor allem als evangelischer "Umweltpfarrer" bekannt
Dr. Erhard Seiler
Physiker; Moderator Stachus, er wird auch kurz auf die bedrohlichen Neuentwicklungen bei den US-Atomwaffen eingehen!
Sam Rasta
Lieder zur Gitarre, hat uns schon mehrfach bei Friedensterminen sympathisch unterstützt
Bildungsfreiräume e.V
Der Verein veranstaltet wiederholt das „Bildungscamp“ vor der LMU in München (14.6. - 18.6. 2017). So versuchen sie, den Zwängen der Hochschulhierarchie zu entkommen, die kritische studentische Veranstaltungen weitgehend unterbindet - Grund genug für uns, sie einzuladen .. auch solche Initiativen brauchen Frieden
Samba Sole Luna
immer wieder dabei :-) www.sambasoleluna.de
Doro Weniger
Journalistin, Autorin und Redaktionsleitung der bayerischen GEW-Zeitung („Die demokratische Schule“) - sie spricht u.a. auch den Widerstand gegen die laufenden Abschiebungen an.
Sie ist schon mehrere Jahre die bewährte Moderatorin dieser Kundgebung!
Sleepwalker's Station
Musik am Platz - Die Gruppe (trotz des Namens "Einheimische") hat schon die Demo gegen die NATO-Sicherheitskonferenz auf dem Feuerwehrauto erfolgreich unterstützt - jetzt also bei uns! (Youtube)
Çetin Oraner
Stadtrat der Linken
Claudia Haydt
Vorstandsmitglied Informationsstelle Militarisierung (IMI)
Ganz aktuell ist Claudia Haydt beteiligt am ISW-Heft „Pulverfass Nahost“ (darin diese wichtige Syrien-Studie!), in einem neueren IMI-Beitrag geht sie auf den häßlichen Waffennachschub für den Krieg in Syrien ein (Eine Pipeline in den Krieg). Bereits früher schilderte sie die angestrebten Ausgabensteigerungen der Bundesregierung, das ging mit ein in die Entwicklung des Münchner Ostermarschaufrufs.
Im Rahmen der GUE/NGL oder mit den Anti-NATO-Aktivitäten ist Claudia auch international vernetzt.
Die Informationsstelle Militarisierung IMI ist seit über 20 Jahren eine zuverlässige Informationsquelle für die nötigen Analysen beim Friedensengagement, mit laufenden Studien und Stellungnahmen, auch für die Friedensbewegung in München ein äußerst wichtiger Partner.
Johanna Pfeffer
DFG/VK Auf Achse für Frieden und Abrüstung!
einwöchige Dauermahnwache auf dem Marienplatz vom 30.07.2017 bis 6.8.2017 (Hiroshimatag) - mit Fahrradsternfahrten gegen die Rüstungsindustrie
Claus Schreer
www.no-nukes-germany.de und Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus: "Atomwaffenstationierung beenden!"
siehe auch Flugblatt (PDF) S. 3

Ostermarsch München 2017: Nachlese und Vorschau

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Nachlese und Vorschau

Mit über 90 unterschiedlichen Aktionen haben Menschen in Deutschland gegen die herrschende Rüstungspolitik demonstriert. In München waren
am Ostersamstag weit über 1000 Menschen auf der Straße um gegen die Erhöhung der Rüstungsausgaben, gegen die Auslandseinsätze der Bundeswehr und gegen die Modernisierung der Atomwaffen in Büchel zu protestieren.
 
"Die Waffen nieder", rief Claudia Haydt ins Publikum, und dieses erwiderte: "Die Waffen nieder".
Dann beschäftigte sich die Referentin mit dem Entstehen der zwei großen verheerenden Kriege des letzten Jahrhunderts, mit der Rüstungsindustrie und mit den geplanten neuen Rüstungsausgaben.
Seit 2014 steigen die westlichen Rüstungsausgaben deutlich und nach Rüstung kommt auch heute Krieg! Das war vor 100 Jahren so und das zeigt die zunehmende Zahl der Auslandseinsätze der Bundeswehr.
Dieser und weitere Beiträge werden auf dieser Seite dokumentiert.
 
So erinnerte Claus Schreer vom Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus an den Aufruf der Göttinger 18, die 1957 aus Verantwortung „Nein“ gesagt haben zum deutschen Griff zur Atombombe, und eine Mitarbeit an der Bombe verweigerten.
Weiterhin „Nein“ zur Atombombe zu sagen ist 60 Jahre danach von bleibender, dramatischer Aktualität – nicht nur wegen der milliardenschweren "Modernisierungsprogrammen" in allen Atomwaffenstaaten. Die Weigerung der Bundesregierung, sich an den UN-Verhandlungen zu einem Verbot von Atomwaffen zu beteiligen, ist ein politscher Skandal. Welchen Wert haben dann einmütige Beschlüsse des Deutschen Bundestages für eine Welt ohne Atomwaffen? mehr unter www.no-nukes-germany.de
 
Es gilt die Mahnung: nie wieder Hiroshima, nie wieder Nagasaki!
Um den nächsten Hiroshimatag am 06.08.2017 plant die Münchner Friedensbewegung unter Federführung der DFG-VK eine einwöchige Mahnwache.
Informationen unter www.dfg-vk.de
Das Münchner Friedensbündnis unterstützt diese Aktion.

PM-12.4.2017-Aktualisiertes-Ostermarsch-Programm

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An die Medien – Pressemitteilung 12. April 2017 - aktualisiertes Programm Ostermarsch München

Abrüsten für eine gerechtere Zukunft
Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt!

Pressekontakt:
Brigitte Obermayer, Tel. 089 932392 - Franz Iberl, Tel. 089 181239

Das Programm am 15. April 2017
Siehe auch www.muenchner-friedensbuendnis.de/Ostermarsch-Muenchen-2017
 

  9:30 Uhr Ökumenischer Gottesdienst, St. Markus, Gabelsbergerstr. 6, mit Pfarrer Wolfgang Schürger
11:00 Uhr Auftakt am Stachus (Karlsplatz)
  • Sam Rasta, Lieder zur Gitarre
  • Bildungsfreiräume e.V., studentisches Grußwort
  • Moderation und Infos Erhard Seiler
anschließend Demonstrationszug zum Max-Joseph-Platz mit Samba Sole Luna
ca. 12:30 Uhr Kundgebung auf dem Max-Joseph-Platz - mit
dazu Infostände, Programm ab ca. 12:15 Uhr mit Musik und Ansagen

Weitere Informationen zu den Beteiligten online:
www.muenchner-friedensbuendnis.de/Ostermarsch-Muenchen-Beteiligte-15.4.2...

Der Demonstrationsweg:
Sonnenstrasse, Josephspitalstr., Herzog-Wilhelm-Str., Sendlinger Str., Herrmann-Sack-Str., Oberanger, Rosenthal, Viktualienmarkt, Tal, Dienerstr, Residenzsstr.

Der Münchner Aufruf zum Ostermarsch geht vor allem auf die angekündigten Steigerungen der Rüstungsausgaben ein – angesichts der zahlenmäßigen Überlegenheit des westlichen Militärs sind weitere Steigerungen nur als Drohung zu verstehen. Gleichzeitig sind die Kriege der letzen Jahrzehnte, die mit wechselnden falschen Vorwänden begonnen wurden, durchweg als gescheitert zu betrachten mit katastrophalen Folgen für die Menschen – die Politik führte in die Sackgasse.
Wir empören uns – eine Umkehr ist nötig!
Zum Krieg in Syrien verweisen wir u.a. auf die Stellungnahme der IPPNW
www.ippnw.de/startseite/artikel/de/kritik-an-reaktion-der-deutschen-bun....

Einseitige Schuldzuweisungen ohne eine fundierte internationale Untersuchung sind willkürlich – das können wir nicht akzeptieren, militärische Angriffe verschärfen die Situation!
… mehr beim Ostermarsch selbst!

Der Münchner Ostermarsch ist eine der zahlreichen Aktionen, die bekanntlich jedes Jahr bundesweit an Ostern gegen Krieg und Militär, für Frieden, Verständigung und Gerechtigkeit stattfinden – die Friedensbewegung ist sichtbar!<

Eine kleine Übersicht für Nord- und Südbayern am Wochenende gibt es dort:
www.muenchner-friedensbuendnis.de/Ostermaersche-in-Bayern-2017

Es gibt darüber hinaus einen gemeinsamen bundesweiten Aufruf –
Kooperation für den Frieden und Bundesausschuss Friedensratschlag:
www.friedensratschlag.de/userfiles/downloads/2017/2017-04_OM-Aufruf_KoFr...

Friedliche Grüße

Brigitte Obermayer und Franz Iberl

friedensbuero@muenchner-friedensbuendnis.de

---
PS: Zum „Ostermarsch Draussen“ der BIFA am 17. April, Ostermontag folgender Hinweis/Korrektur: Der Treffpunkt zur Fahrt nach Tölz am 17.4. um 10:45h in München wurde teilweise irrtümlich angegeben – richtig ist Gleis 27-36 (Starnberger Bf.).

Münchner Friedensbündnis - Trägerkreis: Deutsche Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegnerlnnen (DFG/VK) • Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FIFF) • Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung IPPNW e.V. • Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) • Münchner Bürgerinitiative für Frieden und Abrüstung (BIFA) • Mütter gegen Atomkraft München e.V. • Munich American Peace Committee (MAPC) • Netzwerk Friedenssteuer Gruppe München • Pax Christi München • Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten • Welt ohne Kriege e.V.

Presseerklärung: Ostermarsch München und anderswo

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An die Medien – Presseerklärung 10. April 2017

Abrüsten für eine gerechtere Zukunft

heute etwas ausführlicher - knappste Daten am Anfang. Update 11.4.2017
Zum Münchner Ostermarsch am kommenden Samstag, 15.4.2017 mit dem Motto:

Abrüsten für eine gerechtere Zukunft
Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt!

An Ostern finden bundesweit und teilweise grenzüberschreitend zahllose Aktionen und Demonstrationen für den Frieden, gegen Krieg und militärische Konfrontation statt, so auch am Karsamstag in München, mit der Auftaktkundgebung am 15.4. um 11 Uhr am Stachus.

Anschließend die Demonstration zum Max-Joseph-Platz. Dort findet ca. 12:30h die Abschlusskundgebung statt.

Vorher am Morgen um 9:30h gibt es den traditionellen Ökumenischen Gottesdienst (St. Markus, Gabelsberger Str. 6) – weitere Einzelheiten siehe unten.

Die Politik der letzen Jahrzehnte hat vor allem zu Verschlechterungen geführt, auch die jüngste Zuspitzung zu Syrien zeigt, wie sehr die bisherigen Konzepte der Regierungen in die Sackgasse geführt haben – eine Umkehr ist nötig – das betont der Münchner Aufruf zum Ostermarsch (www.muenchner-friedensbuendnis.de/Ostermarsch-Muenchen-2017).

Kaum dass sich der US-Präsident für militärische „Lynchjustiz“ in Syrien entscheidet, erhält er von unseren Regierenden bedenkenlose Unterstützung – So nicht! sagen wir.

Erst Recht rufen wir zur Teilnahme an den Ostermärschen auf – in München und überall
Bei der Friedenskooperative gibt es wieder eine bundesweite Zusammenfassung:
www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2017 - und speziell für Nord- und Südbayern gibt’s auf der Friedensbündnisseite eine kleine tabellarische Übersicht:
www.muenchner-friedensbuendnis.de/Ostermaersche-in-Bayern-2017
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Die laufenden Ankündigungen ,die Rüstungsausgaben zu steigern, in der EU und der NATO, nicht zuletzt in Deutschland, ist empörend, vor allem angesichts der längst unübersehbaren Überrüstung – die Zahlen sprechen für sich. Das hat nichts mit Verteidigung oder Friedenspolitik zu tun, sondern bedeutet eine unverhüllte Konfliktstrategie.
Von dieser Politik profitiert nur eine Minderheit, die Perspektiven für die Menschen weltweit werden aufs Spiel gesetzt.

Zur jüngsten Konfrontation zum Giftgaseinsatz und dem Cruise-Missile-Bombardement der USA schließen wir uns der Stellungnahme der IPPNW an:
www.ippnw.de/startseite/artikel/de/kritik-an-reaktion-der-deutschen-bun....
"Die deutsche Sektion der IPPNW verurteilt den US-Angriff auf Syrien und äußert Unverständnis über die Reaktion der deutschen Bundesregierung. Außenminister Sigmar Gabriel hat den Einsatz als „nachvollziehbar“ bezeichnet, Angela Merkel sprach davon, dass der Chemiewaffeneinsatz eine Sanktionierung verlange. Ein Militäreinsatz ohne UN-Mandat ist aber völkerrechtswidrig und birgt die große Gefahr einer militärischen Eskalation zwischen den Atommächten USA und Russland. Die IPPNW fordert nach wie vor einen kompletten Waffenstillstand aller Parteien im Syrienkrieg.

Die Ärzteorganisation hat bereits am 5. April 2017 jeglichen Einsatz oder Besitz von Chemiewaffen verurteilt. Bisher wurden jedoch keine Beweise vorgelegt, wer hinter dem Giftgasangriff von Idlib steckt. Dies muss in einer unabhängigen Untersuchung vor Ort ermittelt werden, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen ..“

Eine ausführlichere Stellungnahme kommt auch aus dem Bundesausschuss Friedensratschlag:
www.friedensratschlag.de/userfiles/downloads/2017/2017-04-07_BAF_US-Angr...

Dort wird ebenfalls aufs Völkerrecht verwiesen, aber auch der Zusammenhang zu früheren Giftgaseinsätzen und und den verbundenen Falschmeldungen hergestellt.

So können wir die einmütige Haltung der westlichen Regierungen auf keinen Fall akzeptieren – so leicht werden immer wieder Vorwände für neue Konfrontationen geschaffen!

Mehr dazu natürlich auch beim Ostermarsch selbst:

Weitere Einzelheiten zum Ablauf am Karsamstag, 15. April 2017:
9:30 Uhr ökumenischer Gottesdienst mit Pfarrer Wolfgang Schürger in St. Markus (Gabelsbergerstr. 6)
11:00 Uhr Auftaktkundgebung am Stachus, (ca. 30 Min.) mit
- Sam Rasta - Lieder zur Gitarre
- Grußwort des Vereins Bildungsfreiräume e.V.
- Erhard Seiler – Moderation & Information
- wir erwarten dazu einen studentischen Beitrag zu Bildung und Frieden

Für die anschließende Demonstration vom Stachus zum Max Joseph Platz ist folgende Strecke vorgesehen:
Sonnenstrasse, Josephspitalstr., Herzog-Wilhelm-Str., Sendlinger Str., Herrmann-Sack-Str., Oberanger, Rosenthal, Viktualienmarkt, Tal, Dienerstr, Residenzsstr.
Samba Sole Luna begleitet den Demonstrationszug wieder effektvoll.

Am Max Joseph Platz beginnt das Bühnenprogramm schon vor Eintreffen der Demonstration (ca. 12:15h), auch mit Informationsständen beteiligter Gruppen.

12:30 Uhr Abschlußkundgebung Max-Joseph-Platz
- das städtische Grußwort überbringt Stadtrat Cetin Oraner
- den Haupt-Redebeitrag hält Claudia Haydt von der Tübinger Informationsstelle Militarisierung (IMI)
- Doro Weniger (Autorin/GEW) moderiert die Kundgebung, dabei weitere Informationen u.a. über die Kampagne gegen die Atomwaffen in Büchel und zur Münchner Fahrradaktionswoche gegen Rüstung im August
- Musik von Sleepwalker Station

Noch zu den Beteiligten:
Sam Rasta (Auftakt) hat uns schon auf früheren Veranstaltungen sympathisch unterstützt

Verein Bildungsfreiräume (Auftakt) Der Verein veranstaltet wiederholt das „Bildungscamp“ vor der LMU in München (14.6. - 18.6. 2017). So versuchen sie, den Zwängen der Hochschulhierarchie zu entkommen, die kritische studentische Veranstaltungen weitgehend unterbindet.

Dr. Erhard Seiler, Physiker: Er wird außer der Begrüßung noch auf die bedrohlichen Neuentwicklungen bei den US-Atomwaffen eingehen!

Doro Weniger, Journalistin, Autorin und Redaktionsleitung der bayerischen GEW-Zeitung („Die demokratische Schule“) - sie geht u.a. auch auf den Widerstand gegen die laufenden Abschiebungen ein!

Certin Oraner Stadtrat der Linken

Claudia Haydt, Dozentin, Vorstandsmitglied der „Informationsstelle Militarisierung Tübingen (IMI) www.imi-online.de
Ganz aktuell ist Claudia Haydt beteiligt am ISW-Heft „Pulverfass Nahost“ (darin eine wichtige Syrein-Studie!), in einem neueren IMI-Beitrag geht sie auf den häßlichen Waffennachschub für den Krieg in Syrien ein (Die Waffen-Pipeline über den Balkan“). Bereits früher schilderte sie die angestrebten Ausgabensteigerungen der Bundesregierung, das ging mit ein in die Entwicklung des Münchner Ostermarschaufrufs.
Die Informationsstelle Militarisierung IMI ist seit über 20 Jahren eine zuverlässige Informationsquelle für die nötigen Analysen beim Friedensengagement, mit laufenden Studien und Stellungnahmen, auch für die Friedensbewegung in München ein äußerst wichtiger Partner.

Sleepwalker's Station – die willkommene musikalische Unterstützung unseres politischen Engagements, schon bei der Demonstration gegen die NATO-Sicherheitskonferenz fanden sie eine gute Aufnahme.

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Der Münchner Aufruf zum Ostermarsch konzentriert sich 2017 auf die angedrohten Kostensteigerungen beim Rüstungsetat: Angesichts der haushohen Überlegenheit der westlichen Militärausgaben gegenüber dem Rest der Welt sehen wir die dringende Notwendigkeit einer Umkehr – Abrüstung statt immer mehr Rüstung und Drohungen.

Die verheerenden Auswirkungen der bisherigen Militärpolitik empören uns, unzählige Tote, Verletzte und Traumatisierte. Der sogenannte „Krieg gegen den Terror“ führt weltweit zu immer mehr Terror und zerstört noch mehr die Perspektiven für die Menschen in den betroffenen Regionen und verschlechtert auch bei uns die Lebensbedingungen deutlich. So darf es nicht weitergehen!

Wir rufen dazu auf, auch mit dem Ostermarsch für eine andere Politik einzutreten und erinnern dabei mit Respekt und Sympathie an einen früheren Bundespräsidenten, Gustav Heinemann, der in unseren Augen tatsächlich für friedensfähige Alternativen stand.

Mehr dazu – insbesondere die laufend aktualisierte Unterstützerliste des Münchner Ostermarschaufrufs, das Flugblatt (PDF) mit weiteren Informationen (insbesondere eine Auswertung von SIPRI-Zahlen) und der neue „Faktencheck“, unter
www.muenchner-friedensbuendnis.de/Ostermarsch-Muenchen-2017

Für Fragen, Gespräche usw. stehen wir gerne zur Verfügung
Mit freundlichen Grüßen

Franz Iberl

Kontakt: Tel. 089 181239 Franz Iberl
Tel. 089 932392 Brigitte Obermayer
friedensbuero@muenchner-friedensbuendnis.de
www.muenchner-friedensbuendnis.de

PS: Wir unterstützen natürlich auch den „Ostermarsch Draussen“ der BIFA am 17. April, Ostermontag, mehr dazu www.bifa-muenchen.de/Ostermarsch-Draussen-2017

Münchner Friedensbündnis - Trägerkreis: Deutsche Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegnerlnnen (DFG/VK) • Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FIFF) • Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung IPPNW e.V. • Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) • Münchner Bürgerinitiative für Frieden und Abrüstung (BIFA) • Mütter gegen Atomkraft München e.V. • Munich American Peace Committee (MAPC) • Netzwerk Friedenssteuer Gruppe München • Pax Christi München • Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten • Welt ohne Kriege e.V.

Begrüßung Erhard Seiler

Erhard Seiler beim Auftakt des Münchner Ostermarsches 15.4.2017 in München
am Stachus (Karlsplatz)

PEACEOstermarsch München 2017

Betrag als PDF / Download

Erhard Seiler - Begrüßung am Stachus

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde, ich begrüße Euch zum Ostermarsch 2017.

Wenn ich die letzten Ostermärsche Revue passieren lasse, so wird es mir angst und bang. Letztes Jahr waren wir überzeugt, dass die nächste US-Präsidentin die berechenbare Kriegstreiberin Hillary Clinton sein würde. Jetzt haben wir den unberechenbaren Donald Trump, der im Wahlkampf, neben üblen sexistischen und rassistischen Sprüchen immerhin ein paar gut klingende außenpolitische Absichten verkündete, wie z.B. einen Ausgleich mit Rußland und die Abkehr von den immerwährenden Kriegen, die angeblich der Verbreitung von Demokratie und Menschenrechten dienten, aber tatsächlich den Nahen Osten in ein blutiges Chaos verwandelt haben.

Tatsächlich stehen wir aber in der gefährlichsten Krise der Beziehungen zwi- schen Rußland under NATO, vergleichbar der Zeit in den frühen 80ern, als wir gegen die sogenannte Nachrüstung kämpften. Der militärisch-industrielle Komplex hat nach wie vor das Sagen.

Ich möchte hier auf einen Punkt eingehen, der vielleicht nicht so bekannt ist: Die USA planten schon unter Obama, eine Billion (das ist eine 1 mit 12 Nullen) Dollar für die “Modernisierung” ihrer Atomwaffen auszugeben (dazu gehören auch die in Büchel/Eifel). Ein besonders gefährlicher Punkt ist aber ein “intelligenter” Zünder (“super fuze”), der bereits in alle Atomraketen auf U-Booten eingebaut wurde. Dieser Zünder erhöht die Zerstörungskraft der Raketen auf das 3-fache. Insbesondere erlangen die USA damit wieder eine Erstschlagsfähigkeit, d.h. die Chance, alle russischen landgebundenen Atomwaffen auszuschalten; der Atomkrieg wird angeblich wieder “gewinnbar”.

All dies kann man nachlesen im Bulletin of the Atomic Scientists, das ist die Zeitschrift, die die “Weltuntergangsuhr” eingeführt hat. Auf Grund der gegenwärtigen Lage wurde die Uhr von 3 auf 2 1/2 Minuten vor 12 vorgestellt.

In der Tat, das erinnert an die frühen 80er Jahre! Und das mit einem Trump am roten Knopf, der bereits gezeigt hat, dass ihm unbewiesene Berichte genügen, unter Verletzung von nationalem und internationalem Recht 59 Cruise Missiles loszuschicken!

Beitrag Claudia Haydt

Claudia Haydt bei der Schlusskundgebung des Münchner Ostermarsches 15.4.2017 in München
am Max-Joseph-Platz

PEACEOstermarsch München 2017

Claudia Haydt am Max-Joseph-Platz

Audio + Video, Manuskript soll noch kommen ...
Informationsstelle Militarisierung (IMI) Tübingen - Video: Gerhard Hallermayer gh-Film

gh-Video

Beitrag Claus Schreer

Claus Schreer bei der Schlusskundgebung des Münchner Ostermarsches 15.4.2017 in München
am Max-Joseph-Platz

PEACEOstermarsch München 2017

Claus Schreer am Max-Joseph-Platz

Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus, www.no-nukes-germany.de

Die nukleare Komplizenschaft Deutschlands mit den USA muss beendet werden.

Liebe Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner.

Ich bin politisch aktiv geworden, als Ende der 1950-er Jahre die Bewegung Kampf dem Atomtod entstand.
Vor ziemlich genau 60 Jahren, am 12. April 1957 alarmierten 18 Atomwissenschaftler mit ihrem berühmten Göttinger Manifest die Öffentlichkeit über die Gefahren eines Atomkrieges und warnten vor den Plänen der Adenauer-Regierung, die Bundeswehr mit Atomwaffen aufzurüsten.

Bereits 1955 hatten die USA – unter strengster Geheimhaltung – damit begonnen, atomare Kurzstrecken-Raketen in der Bundesrepublik zu stationieren. 1958 stimmte der Bundestag mit seiner CDU-CSU Mehrheit der atomaren Bewaffnung der Bundeswehr zu.
Daraufhin entstand Proteststurm und die Bewegung Kampf dem Atomtod mit Massenkundgebungen von insgesamt rund 1,5 Millionen Teilnehmern im Jahr 1958.
Eine geplante Volksbefragung gegen die atomare Aufrüstung der Bundewehr wurde schließlich von der Bundesregierung verboten.

1960 begannen die Ostermärsche der Atomwaffengegner und in den folgenden Jahren war der Kampf gegen die atomare Bewaffnung der Bundeswehr das zentrale Thema der Friedensbewegung.
Der Führungsstab der Bundeswehr forderte damals die Verfügungsgewalt über die in Deutschland stationierten Atomwaffen und eigene Atomwaffen für die Bundeswehr.

Diese abenteuerlichen Pläne konnten verhindert werden. Die Friedens und Antikriegsbewegung hatte einen nicht unwesentlichen Anteil daran.
Übrig geblieben sind die auf dem Bundeswehr-Luftwaffenstützpunkt in Büchel stationierten US-Atombomben.

Liebe Kriegsgegnerinnen und Kriegsgegner.

Es ist ein seit mehr als 40 Jahren andauernder Skandal: Obwohl sich alle Kernwaffenmächte im Atomwaffensperrvertrag feierlich zur nuklearen Abrüstung verpflichtet haben gibt es seit dieser Zeit keinerlei substanzielle Fortschritte.

Aber eine gute Nachricht gibt es: Am 27. März begann bei den Vereinten Nationen in New York die erste Verhandlungsrunde für ein weltweites Verbot und die Ächtung aller Atomwaffen. Eine Mehrheit von zweidrittel der UN-Mitgliedsstaaten hatte das in der UN-Generalversammlung am 23. Dezember so beschlossen.

Der Skandal: Deutschland stimmte mit den Atommächten USA und Russland, mit Frankreich, Großbritannien und Israel gegen diese Verhandlungen und befolgte damit eine Aufforderung der US-Regierung an alle NATO-Mitgliedsstaaten, mit „nein“ zu stimmen. In diesem Schreiben vom 17.10.2016 heißt es: Befürworter einer UN-Verbotsresolution könnten die USA daran hindern, die Bereitstellung und Stationierung von Atomwaffen auf ihrem Hoheitsgebiet nicht mehr zu dulden.

Diese Heuchelei der Bundesregierung, die mit Lippenbekenntnissen eine Welt ohne Atomwaffen befürwortet aber Verhandlungen zur Abschaffung der Nuklearwaffen ablehnt ist kaum noch zu überbieten.

Gleichzeitig – und das ist der 2. Skandal – zeigt die Bundesregierung keinerlei Bereitschaft die sog. nukleare Teilhabe Deutschlands an der Nuklearstrategie der USA zu beenden.

Mit einer 20 Wochen andauernden Aktionspräsenz, die vor drei Wochen begonnen hat und bis zum 6. August aufrecht erhalten wird, protestiert die Friedensbewegung auch in diesem Jahr wieder gegen die auf dem Bundeswehr-Luftwaffenstützpunkt in Büchel stationierten US-Atomwaffen.
Wie Ihr wisst trainiert dort die Bundewehr regelmäßig den Einsatz dieser Atombomben.

Am 26. März war die Auftaktveranstaltung. Mit einer kleinen Delegation aus München waren wir bei der Kundgebung vor dem Haupttor des Fliegerhorstes. Das Szenario: Zwei Meter hohe Absperrgitter und dahinter ein Dutzend Bundeswehrsoldaten als Bewacher des Atomwaffenstandortes.
Am Ende der Kundgebung haben wir die Soldaten mit einem Regen von 2000 Flugzetteln eingedeckt. Darauf stand: Wenn sie Euch morgen befehlen, den Abwurf der Atombomben zu trainieren – dann Sagt Nein – und verweigert den Befehl.

Zur Erinnerung: 2010 gab es einen - mit überwältigender Mehrheit aller Parteien - gefassten Beschluss des Bundestages, dass die US-Atomwaffen aus Deutschland abgezogen werden sollen. Geschehen ist seither nichts. Statt des Abzugs geschieht jetzt genau das Gegenteil. Die Atomwaffen werden durch eine völlig neue Version – die B61-12 – ersetzt. Die Neue Bombe ist eine zielgenaue, bunkerbrechende, elektronisch gesteuerte Lenkwaffe mit variabler Sprengkraft und vergrößerter Reichweite.
Der Zweck dieser vorwärts stationierten, mit neuen Fähigkeiten aufgerüsteten Bomben ist es, den Einsatz von Atomwaffen unterhalb der Schwelle eines großen Nuklearkrieges zu ermöglichen.

Die Bundesregierung erzählt uns seit 2010 das Märchen, dass für den Abzug der Atomwaffen in Büchel die NATO zuständig sei. Eine billige Ausrede ist das, mit der sich die Bundesregierung aus der Verantwortung stiehlt.

Die Wahrheit ist:

  • Ob Massenvernichtungswaffen in Deutschland stationiert werden,
  • ob sich die Bundeswehr im Ernstfall an Atombombenangriffen beteiligt und dafür Trainingsflüge absolviert,

das hat weder die US-Regierung noch die NATO zu entscheiden.
Dazu kann Deutschland auch nicht verpflichtet werden.
Die Entscheidungsbefugnis darüber liegt ausschließlich Hand der Bundesregierung.

Die Bundesregierung kann die „nukleare Teilhabe“ Deutschlands sofort aufkündigen und beenden. Dafür braucht sie weder die Genehmigung der USA, noch die Zustimmung der anderen NATO-Staaten.

Und genau das verlangen wir. Mit wohlfeilen Lippenbekenntnissen für eine Welt ohne Atomwaffen lassen wir uns nicht abspeisen.

Deshalb haben wir im letzten Jahr die Petition an den Bundestag und die Bundesregierung gestartet, die Ihr hier unterzeichnen könnt. Diese Kampagne läuft bis nach der Bundestagswahl. Die Unterschriften sollen dann dem neu gewählten Bundestag und der neuen Bundesregierung übergeben werden.

Die in Büchel stationierten Atomwaffen sind Bestandteil der Atomwaffeneinsatz-Strategie der USA. Daran dürfen wir uns nicht beteiligen.
Die nukleare Komplizenschaft Deutschlands mit den USA darf nicht länger fortgesetzt werden. Die nukleare Teilhabe muss beendet werden – sofort! Und das heißt:

  • Die Bundesregierung muss die Bereitstellung der Tornado-Flugzeuge für den Einsatz der Atomwaffen beenden
  • Sie muss die Ausbildung und die Übungsflüge der Bundeswehr für den Einsatz der Atomwaffen einstellen
  • und sie muss das Stationierungsabkommen für die Lagerung der US-Atomwaffen in Deutschland kündigen.

Unsere Bitte an Sie alle: Unterzeichnen Sie die Petition!
Aber bei Unterschriften darf es nicht bleiben.
Wir müssen wesentlich mehr Druck ausüben. Wir müssen lauter und vielleicht auch ein bisschen radikaler werden.

Beitrag Johanna Pfeffer

Johanna Pfeffer bei der Schlusskundgebung des Münchner Ostermarsches 15.4.2017 in München
am Max-Joseph-Platz

PEACEOstermarsch München 2017

Johanna Pfeffer am Max-Joseph-Platz

DFG-VK

Liebe Friedensfreunde und Friedensfreundinnen,

Syrien, Irak, Jemen, Afghanistan, Libyen, Ägypten, Algerien, Sudan, Südsudan, Zentralafrikanische Republik, Kongo, Mosambik, Nigeria, Niger, Mali, Tschad, Somalia, Kolumbien, Burundi, Türkei, Palästina, Ukraine, Nordkaukasus, Armenien, Aserbeidschan, Pakistan, Indien, Myanmar, Südthailand, Philippinen,

die Liste der bewaffneten Kriege und Konflikte dieser Erde ist lang.
Das Leiden, das diese Kriege bewirken, unermesslich.

1,5 Billionen Euro jährliche Rüstungsausgaben weltweit sorgen dafür, dass Konflikte militärisch ausgetragen werden können und werden. Der sogenannte Krieg gegen den Terror hat hunderte Milliarden Dollars verschlungen – und im Ergebnis mehr Krieg, mehr Terror und noch mehr Leid verursacht.
Statistisch zahlt jeder Erdenbürger jährlich ca. 200 € dafür, dass Menschen mit Waffengewalt bedroht und umgebracht werden können.

Doch die NATO, die EU und Deutschland wollen noch weiter aufrüsten.

Ihr zuckt jetzt vielleicht mit den Achseln und denkt euch: Ja, ja, das wissen wir ja alle – aber was können wir schon machen? Wir sind eine alt gewordene und wenig wahrgenommene Friedensbewegung, der die Kraft auszugehen droht.

Doch einfach nur zuschauen, wie Menschen weiter zu Kriegern gemacht werden und sich gegenseitig umbringen, ist für uns, die wir hier stehen, doch auch keine Option.

Deshalb lade ich Euch, die ihr hier mit uns demonstriert, ein, mit uns eine Aktion mitzugestalten, die ich Euch jetzt vorstellen werde:

Die Friedensfahrradtour der DFG-VK Bayern ist seit 2004 jedes Jahr eine Woche im August unterwegs unter dem Motto "Auf Achse für Frieden und Abrüstung und ein ziviles Europa". Wir haben vor zig Rüstungsbetrieben und Militärstandorten in Bayern, BaWü und anderen Bundesländern, im italienischen Vicenza und im tschechischen Brdy gegen Militär und Aufrüstung protestiert, mit Menschen über Frieden schaffende Alternativen diskutiert und für zivile Konfliktlösungen geworben.
Wir sind inzwischen eine Gruppe von 30-40 Friedensaktivisten und -aktivistinnen, die nicht alle in jedem Jahr aber doch immer wieder mitgekommen sind, um für Frieden durch Abrüstung zu werben und von denen viele auch weiterhin dabei bleiben wollen.

Doch in diesem Jahr, in dem die Propaganda für Aufrüstung und Kriegseinsätze einen neuen Höhepunkt erreicht hat (und in dem wir wieder einmal wählen dürfen) wollen wir größer, lauter, sichtbarer und konzentrierter gegen den Rüstungswahnsinn demonstrieren, als in den vergangenen.

Doch dafür brauchen wir Eure Unterstützung!

Wir werden in der ersten Woche der Sommerferien von Sonntag bis Sonntag eine Woche lang das Thema Abrüstung mitten auf den Münchner Marienplatz setzen. In Form einer einwöchig Tag und Nacht durchgehenden Dauermahnwache für Abrüstung. Wir wollen München entrüsten!
Zeitgleich zur Mahnwache wird es 6 Fahrraddemos mit Aktionen vor Rüstungsfirmen und militärischen Einrichtungen in und um München geben. Und am Ende der Woche wollen wir am Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima der Opfer aller vergangenen und aktuellen Kriege gedenken und die Abschaffung aller Nuklearwaffen einfordern.

Warum in München?

Wenn heute im Jemen wieder Kinder mit Bomben aus der Luft ermordet werden, könnten diese Bomben von einem Eurofighter der Firma Airbus Defence (Ottobrunn-Taufkirchen) - mit einem Triebwerk von MTU und Funkgeräten von Rohde & Schwarz (beide Firmen mit Sitz in München) abgeworfen worden sein. Im syrischen Al-Bab hat der IS im Dezember 2016 einen Leopard II Panzer des türkischen Militärs erbeutet. Ein Produkt von Krauss-Maffei-Wegmann (Allach). Das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum forscht in Oberpfaffenhofen für zivile und militärische Zwecke. Es gibt in München etwa 40 Firmen, die an der Waffenproduktion beteiligt sind.
München ist ein Zentrum der deutschen und europäischen Rüstungsindustrie. Die bayerische Landeshauptstadt ist eine Weltstadt der Waffengeschäfte und der Kriegsindustrie und gibt sich doch so gerne als "Weltstadt mit Herz!"

Das ist beschämend und verlogen!
Wir wollen München und die Münchner entrüsten!
Wir wollen die Notwendigkeit militärischer Abrüstung und den Wahnsinn der weiteren weltweiten Aufrüstung im Wahljahr 2017 stärker thematisieren.

Und dazu brauchen wir Eure Hilfe:

Tatkräftig – Aktiv – und Finanziell!

Fangen wir mit dem Finanziellen an:

Als Symbol der Mahnwache soll ein ca. 4m hohes luftgefülltes zerbrochenes Gewehr auf dem Marienplatz aufgestellt werden und die ganze Woche über dort stehen um die Menschen daran zu erinnern, dass Kriege von Menschen gemacht sind und von Menschen abgeschafft werden können.

Das kostet Geld. Genauer gesagt: rund 5.000€

Und jetzt die Frage an Euch:
Wer von Euch hält es für eine gute Idee, am Münchner Marienplatz eine Woche lang als Mahnwachensymbol für Abrüstung ein zerbrochenes Gewehr aufzustellen? Bitte die Arme hoch!
Zweite Frage: Wem ist diese Idee mindestens 5€ wert?

... Spendendose ...

Das war der finanzielle Teil – jetzt noch zum Ablauf:

Wie gesagt, soll die Mahnwache an 7 Tagen und Nächten besetzt werden. Die Mindestbesetzung sind 4 Personen – auch nachts.
Die Leute, die tagsüber auf der Mahnwache sind, sollen dort aktiv mit Menschen diskutieren, Infomaterial über Münchner Rüstungsbetriebe und über die parallel stattfindenden Friedensfahrradtouren verteilen. Sie können eigene Aktionen zum Thema Abrüstung einbringen und werden gebeten bei den Passantinnen und Passanten Friedenserklärungen sammeln – wie sie am Infotisch der DFG-VK ausliegen.
Es sollen Filme gezeigt werden und einige andere Mahnwachen-Events sind in Planung.
Je mehr Leute sich noch aktiv einbringen – desto bunter, kreativer und wirksamer kann die Mahnwache werden.

Deshalb: Fühlt euch aufgefordert, an der Mahnwache aktiv mitzuwirken und tragt euch in die Listen ein, die bei Leo am Infotisch ausliegen, wenn ihr Interesse habt, dabei zu sein.

Der Auftakt der Mahnwache wird am Sonntag, 30. Juli um 12.00h sein. Für die Auftaktveranstaltung suchen wir noch Kleinkünstler und Kleinkünstlerinnen, die zum Thema Frieden und Abrüstung kulturelle Beiträge einbringen können und wollen. Es soll ein buntes Programm gestaltet werden – die Einzelheiten stehen jedoch noch nicht fest.

Nachts müssen immer mindestens 2 Personen wach anwesend sein, da die Mahnwache ansonsten ihren Versammlungscharakter verliert und aufgelöst wird. Wir brauchen also auch noch Leute, die Lust haben, sich am Marienplatz eine Nacht um die Ohren zu schlagen. Die nächtliche Info-Tätigkeit wird sich dabei vermutlich in Grenzen halten. Es darf aber auch nächtelang durchdiskutiert werden...

Daher bitte: Wer sich vorstellen kann, eine Nacht oder eine halbe Nacht die Stellung an der Mahnwache zu halten – bitte schreibt euch ebenfalls in die entsprechenden Listen ein!

Jeder Beitrag ist wichtig und hilft uns, dass es gelingt.

Am Mittwoch, den 2. August wird das Mahnwachenprogramm von friedensaktiven Frauen organisiert und für den 5. und 6. August sind das Bündnis gegen Krieg und Rassismus und das Münchner Friedensbündnis dabei, ein Hiroshima-Gedenken im Zusammenwirken mit der FFT zu gestalten.

Auch hier könnt ihr euch einbringen. Tragt Euch ein, wenn Ihr Interesse habt, beim Frauenaktionstag oder beim Hiroshima-Gedenken aktiv eine Aufgabe zu übernehmen.

Schließlich zu den Radlerinnen und Radlern:

Die erste Tour am Montag, d. 31.7. wird uns zu einigen Rüstungsfirmen im Münchner Osten und Südosten führen. Insbesondere wird Airbus-Defence in Ottobrunn bzw. Taufkirchen angefahren werden.
Die zweite wird eine Rundtour im Stadtgebiet – u.a. werden MTU und KMW Aktionsziele sein.
Am Mittwoch, d. 2.8. wird die Tour nach Freising geführt werden. Dort wird im Zelt übernachtet und am nächsten Tag geht´s über Dachau nach FFB. Dort wollen wir 2 Rüstungsfirmen und das Bundeswehrdienstleistungszentrum ansteuern.
Am Freitag, 4.8. dann über das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum in Oberpfaffenhofen zurück nach München. Für Samstag, den 5.8. planen wir eine Fahrraddemo - gemeinsam mit geflüchteten Menschen, die Kriegsdienste und die Mitwirkung am Krieg in ihrem Land verweigert haben.

Bei den Touren werden zu den Rüstungsbetrieben, die wir anfahren, Infos gegeben und an einigen Betrieben sind Protestaktionen geplant.

Die einzelnen Tagesetappen sind zwischen 40 und 80km lang. Wer einen ganzen Tag oder über mehrere Tage mitfährt und an der Gruppenverpflegung teilnimmt, muss hierfür einen Teilnehmerbeitrag zahlen. Die Fahrradgruppe wird von Samstag abend bis Mittwoch morgen im Salesianum am St. Wolfgangs-Platz einquartiert sein.

Für die Verpflegung der Radler und Radlerinnen suchen wir noch Räumlichkeiten und Helfer. Auch die potentiellen Verpflegungshelfer bitte ich, sich in die Listen einzutragen.

Und schließlich – wer mitradeln will - an einem Tag oder an mehreren: Bitte meldet euch baldmöglichst verbindlich an.

Für die Gesamtteilnahme bei allen Touren mit Übernachtungen müssen wir eine Kostenbeteiligung von € 220 pro Person verlangen. Für Leute, die nur zeitweise dabei sind, ist es weniger. Genauere Infos stehen bereits auf der Homepage.

Ein letztes Wort zur Demo am Samstag, den 5.8.:

Ich möchte ganz besonders diejenigen Menschen, die – wie ich – mit geflüchteten Menschen arbeiten, sei es beruflich oder ehrenamtlich – bitten, sich bei der Organisation der gemeinsamen Fahrrad-Demo von Geflüchteten und Einheimischen am Samstag, 5.8. zu beteiligen.

Und auch dafür gibt´s natürlich eine Liste.

Bitte tragt Euch ein; macht mit und helft mit, den Irrsinn der militärischen Aufrüstung zu durchbrechen und Vernunft in die Politik zu tragen!

Und wenn ihr keine Zeit habt, weil ihr im August schon im Urlaub seid, bitte unterstützt unser Vorhaben mit einer kleinen Spende.

Weitere Infos: muenchen@dfg-vk.de

Danke.

Grußwort "Bildungsfreiräume" am Stachus

Judith von "Bildungsfreiräume" beim Auftakt des Münchner Ostermarsches 15.4.2017 in München
am Stachus

PEACEOstermarsch München 2017


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Judith / Bildungsfreiräume am Stachus

Bildungsfreiräume e.V. - Bildungscamp 14. - 18. Juni 2017

Liebe Friedensfreund*innen,

Bestimmt kennen viele von euch diesen Slogan: Hoch mit der Bildung! Runter mit der Rüstung!

Ich selbst kenne ihn von 2009. Damals fanden bundesweit die letzten größeren Bildungsproteste statt und daraus entstand auch der Verein Bildungsfreiräume, für den ich heute ein Grußwort halten darf.

Bildungsfreiräume e.V., das sind Schülerinnen und Schüler, Azubis, Studierende und junge Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger. Wir sind heute zum ersten Mal beim Ostermarsch dabei und möchten auch in Zukunft ein Bündnispartner sein und uns gemeinsam mit euch für eine friedliche Zukunft einsetzen.

Wir arbeiten sonst v.a. im Bereich Bildungspolitik, organisieren seit 2009 im Sommer das Bildungscamp, ein Festival vor der Ludwig-Maximilians-Universität, wo wir in Workshops und Podiumsdiskussionen politische Themen – auch zu friedenspolitischen Themen – diskutieren. Das Bildungscamp findet dieses Jahr vom 14. – 18. Juni statt und wir laden euch herzlich ein teilzunehmen.

Natürlich wissen wir, dass Diskussionen allein nichts bringen. Wir müssen unsere Forderungen auch auf die Straße tragen. Ihr erinnert euch vielleicht an die Abschaffung der Studiengebühren in Bayern 2013. Als Verein Bildungsfreiräume waren wir an der Kampagne gegen Studiengebühren beteiligt: Kundgebungen, Demos, das Volksbegehren:

Studentinnen und Studenten haben sich lautstark für ihre Interessen eingesetzt und wurden dabei unterstützt von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Uni, von Eltern und Großeltern, von Schülerinnen und Schülern, Azubis und anderen Menschen die einfach solidarisch waren. Es gab ein breites Bündnis. Ohne diesen großen öffentlichen Protest wären die Studiengebühren nicht abgeschafft worden. Daraus haben wir gelernt, denn der Protest ist nicht vorbei.

Für uns junge Menschen gibt noch immer genügend Gründe für Widerstand:

  • Wir wollen nicht, dass an unsere Schulen die Bundeswehr kommt und 15-Jährigen erzählt, Soldat*in sei ein normaler Beruf. Wir wollen nicht als Kanonenfutter für sinnlose Kriege missbraucht werden.
  • Wir wollen nicht, dass an unseren Universitäten Forschungsprojekte oder ganze Lehrstühle von der Rüstungsindustrie finanziert und auf ihre Interessen zugeschnitten werden. Wir wollen nicht für den Krieg forschen.
  • Wir wollen nicht, dass unsere Lehrer*innen an den Schulen schlecht bezahlt werden und unsere Dozent*innen an den Hochschulen nur befristete Teilzeitverträge bekommen. Wir wollen gute Arbeitsbedingungen an unseren Bildungseinrichtungen.
  • Wir wollen nicht, nein, wir sehen einfach nicht mehr ein, dass das Bildungssystem seit Jahren unterfinanziert ist, weil angeblich kein Geld da sei: und dann müssen wir in der Zeitung lesen, dass der Rüstungsetat schon wieder erhöht werden soll. Wir wollen stattdessen mehr Geld für Bildung! Wir wollen eine friedliche Zukunft!

Wir sind heute hier, weil wir wissen, dass ihr alle, die ebenfalls am Ostermarsch teilnehmen, diese Interessen teilt. Der Ostermarsch ist zwar heute kleiner geworden, aber er ist und bleibt eine Institution für den Frieden.

Es ist an der Zeit, dass wieder mehr Menschen, auch und gerade mehr junge Menschen zum Ostermarsch kommen.

Es ist an der Zeit, dass auch junge Menschen wieder die Stimme erheben für Ihre Interessen und für eine Friedliche und Solidarische Zukunft.

Infobeiträge Moderation - Doro Weniger

Doro Weniger bei der Schlusskundgebung des Münchner Ostermarsches 15.4.2017 in München
am Max-Joseph-Platz

PEACEOstermarsch München 2017

Doro Weniger am Max-Joseph-Platz

GEW
Außer den Moderationsaufgaben war ihr noch dieses Thema aufgetragen:

„Flucht und Abschiebung“

Sprechen wir über Waffengeschäfte und Krieg, müssen wir auch über Flucht und leider auch verstärkt über Abschiebungen sprechen.

Beispiel: Afghanistan

Im UNHCR-Bericht zur Lage in Afghanistan vom Dezember 2017 heißt es: Geschätzt 1,2 Mio. Binnenflüchtlinge irren in Afghanistan umher. Und: Die Lage habe sich im Vergleich zu April 2016 „nochmals deutlich verschlechtert“. Die UNHCR weist in ihrem Bericht darauf hin, dass sie explizit nicht zwischen „sicheren“ und „unsicheren“ Gebieten in Afghanistan unterscheidet, da sich die Lage dort dauernd ändere.

Den UNHCR-Bericht hat die Bundesregierung selbst angefordert. Trotzdem spricht der Bundesinnenminister de Maizière, aber auch der bayerische Innenminister Herrmann ständig von sicheren Regionen in Afghanistan.

Vier Sammelabschiebungen wurden bereits von staatlicher Seite durchgeführt.

Der Bayerische Flüchtlingsrat hält unter anderem dagegen und weist regelmäßig auf Rechtsmittel für die von der Abschiebung betroffenen Geflüchteten hin. Am 6.3. reagierte das Bayerische Sozialministerium darauf mit einer Drohung, die es an alle geförderten Träger der Asylsozialberatung verschickte. Darin heißt es:

„Mit diesen Grundsätzen nicht vereinbar ist es, wenn wie jüngst vorgekommen einzelne Mitarbeiter der Asylsozialberatungsstellen Hinweise des Bayerischen Flüchtlingsrats, wie Betroffene sich bevorstehenden Abschiebungen entziehen können bzw. wie und welche weiteren Rechtsmittel eingelegt werden können, kommunizieren.“

Auf diese unverhohlene Drohung des Sozialministeriums auf Fördergeldentzug hat der „Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit“ mit dem Aufruf „Wir sind Sozialarbeiter*innen und keine Abschiebehelfer*innen!“ reagiert. Darin:

„Wir fordern alle in Beratungsstellen arbeitende Kolleg*innen, und alle Beratungsstellen nutzende Bürger*innen dazu auf, sich gegen diese Instrumentalisierung und Manipulation zu solidarisieren. Eine Regierung, die per Erlass erwirken will, dass Menschen ihre demokratischen Rechte nicht einmal mehr wissen sollen, untergräbt ein demokratisches Zusammenleben. Wir fordern die sofortige Rücknahme dieses ministeriellen Drohbriefes vom 6.3.17.“

Ich bitte Euch, unterzeichnet diesen Aufruf, den Ihr auf folgender Webseite findet: http://www.aks-muenchen.de/2017/04/wir-sind-sozialarbeiterinnen-und-kein...

Neben den Drohgebärden gegen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter wird auch die Gangart gegen Pfarrerinnen und Pfarrer, die Kirchenasyl gewähren, verschärft. Ermittlungsverfahren und Vorladungen häufen sich.

Von Einschüchterungen gegenüber Ehrenamtlichen in mindestens zwei Fällen berichtet der Bayerische Flüchtlingsrat im März 2017. Es brodelt bei den Ehrenamtlichen in der Arbeit mit Geflüchteten. Sie fühlen sich allein gelassen – bei ihrer Arbeit, aber auch angesichts der Rechtspopulistinnen und -populisten, an die sich die bayerische CSU immer weiter annähert.

Das soll nun anders werden. Die Ehrenamtlichen in der Geflüchtetenarbeit rufen für den 23.4. zur 1. Vollversammlung auf dem Marienplatz auf. Beteiligt Euch! Kommt zahlreich am 23.4. von 15.00 bis 18.00 Uhr zur 1. Vollversammlung!

Und: Wir fordern die bayerische Staatsregierung auf:
Hören sie auf, engagierte Menschen in der Geflüchtetenhilfe einzuschüchtern und zu bedrohen!
Keine Abschiebungen nach Afghanistan und anderswo!
Kehren Sie zur Menschlichkeit zurück!


Von den Abschiebungen nach Afghanistan hören wir immer wieder. Die Abschiebungen in andere Länder, z. B. nach Albanien, sind etwas in den Hintergrund getreten. Nun wird gerade dort ein neues Maß an Brutalität erreicht, wie der Bayerische Flüchtlingsrat in seiner Pressemitteilung vorgestern berichtete. Ich habe das Wichtigste daraus zusammengefasst. Die Überschrift heißt:

Brutalität bei Abschiebungen kennt keine Grenzen. Tabubruch: Familientrennung bei Abschiebungen aus dem Abschiebelager Manching/lngolstadt
Vor drei Wochen versuchte die Regierung von Oberbayern erstmals eine Familie, die wegen Blutrache aus Albanien geflohen ist, abzuschieben. Dabei ging die Polizei gewaltsam vor und fesselte den Vater und den 14-jährigen Sohn an Händen und Füßen. Am Flughafen brachen die Mutter
und die 12-jährige Tochter zusammen, woraufhin die Familie wieder nach Manching gebracht wurde. Seit dem brutalen Abschiebeversuch ist die Mutter so traumatisiert, dass sie in eine Klinik eingeliefert werden musste. Die erst zweijährige Tochter zeigt seit dem Abschiebeversuch selbstverletzendes Verhalten und verweigert tagsüber die Nahrungsaufnahme. Ärzt*innen diagnostizierten eine posttraumatische Belastungsstörung und überwiesen sie zusammen mit dem Vater in das Kinderzentrum München zur stationären Aufnahme. Deshalb kamen die anderen Geschwister in die Obhut des Jugendamtes. Nachdem die jüngste Tochter krank wurde, wurde die Aufnahme im Kinderzentrum München bis zur endgültigen Diagnose zurückgestellt. Vater und Tochter kamen zurück in das Abschiebelager Manching.
Mittwochfrüh, den 12.4., holte nun die Polizei den Familienvater und seine kleine knapp zweijährige Tochter wieder zur Abschiebung ab. Erst die Bundespolizei in Frankfurt am Main stoppte angesichts der verschiedenen Atteste der Familie die Abschiebung. In einem anderen Fall konnte die Abschiebung nicht verhindert werden. Ein Vater und fünf Kinder wurden nach Albanien abgeschoben, die Mutter befindet sich immer noch stationär im Klinikum Ingolstadt und weiß nicht, was mit ihrer Familie geschehen ist.

Das ist eine neue Dimension, dass der Staat Familien trennt und abschiebt. Wir fordern die bayerische Staatsregierung auf:
Hören sie auf damit, Familien zu trennen und abzuschieben!
Achten sie die Menschenrechte!

--
sieh dazu auch: Wir sind Sozialarbeiter*innen und keine Abschiebehelfer*innen!

Städtisches Grußwort - Çetin Oraner

Çetin Oraner beim Münchner Ostermarsches 15.4.2017 in München
auf dem Max-Joseph-Platz

PEACEOstermarsch München 2017

Çetin Oraner - Grußwort der Stadt München

Münchnerinnen und Münchner, Freundinnen und Freunde,

ich begrüße euch als Vertretung für die Landeshauptstadt München bei dem, dies jährigen Ostermarsch. Mit großer Sorge verfolgen wir die angespannte Weltlage und die gefährliche Entwicklung in Syrien, in der Türkei bzw. Im Nahen Osten und wie damit umgegangen wird. Als Landeshauptstadt München, als Mitglied im Netzwerk der Bürgermeister für den Frieden (Mayor for Peace), sind wir der Auffassung, dass der einzige Weg zur nachhaltigen Lösung der internationalen Konflikte nur durch friedlichen Dialog und Kooperationen möglich sind. In diesem Sinne ist das Völkerrecht die Grundlage und Maßstab auf dem sich die Völkergemeinschaft bewegen muß und darf unter keinen Umständen in Frage gestellt noch darf es übertreten werden. Als eine friedliche, tolerante Stadt werden wir gemeinsam mit unseren Partnern unsere Bemühungen, unter anderem bei der Aufnahme und Integration von Kriegsflüchtlingen Fortsetzen, verbunden mit der Hoffnung für eine Welt ohne Krieg und Gewalt.

Liebe Freundinnen und Freunde,
nach dem ich im ersten Teil meiner Rede als Vertretung für die LHM gesprochen habe möchte jetzt, als Mitglied der Stadtratsgruppe Die Linke zu Euch sprechen.

14 Jahre nach dem beginn des Golfkrieges erleben wir wie die US-Regierung, Großbritannien, Frankreich und die Bundesregierung sowie die Mainstream-Medien mit fast gleichen Anschuldigungen bzw. Verleumdungen versuchen die militärische Intervention Syriens zu provozieren. Frei nach dem Motto: Je größer die Lüge, desto glaubhafter wird sie. Der neuerliche Völkerrechtswidrige Angriff der USA begleitet mit der Kriegspropaganda sollte und soll nicht nur Syrien treffen, sondern Russland Damit nehmen sie eine Eskalation, das nicht nur den gesamten Nahen Osten in die Katastrophe stürzen könnte, sondern, auch Europa, billigend in Kauf. Kurz vor dem grausamen Giftgasangriff am 21. August 2013 in einem Vorort von Damaskus, hatten oppositionelle Parlamentarier im türkischen Parlament nach eigenen Angaben Beweise gesammelt, dass die Türkei Sarin-Gas an den IS in Syrien geliefert hat. Laut Einschätzung der Parlamentarier, waren auch europäische Regierungen über diesen ungeheuerlichen Fall informiert, ohne zu intervenieren. Kurz nach dem Giftgasangriff brachte der US-Journalist Seymour Hersch, der seit Jahrzehnten von Vietnam bis Irak Kriegsverbrechen der USA aufdeckte, einen anderen mächtigen Mann mit dem Giftgaseinsatz in Verbindung: den türkischen Präsidenten Erdogan.

Unter Berufung auf einen US-Geheimdienstoffizier entlarvte Hersch den türkischen Präsidenten Erdogan, hinter diesem Giftgasangriff zu stecken, welche der USA die Rechtfertigung liefern sollte militärisch zu intervenieren und Asad zu stürzen. Nach der Veröffentlichung dieser Recherchen mußte die Obama Regierung von einer militärischen Intervention absehen. Am 29. Mai 2015 veröffentlichte der nun im Exil lebende türkische Journalist Can Dündar Bildmaterial, dass die Unterstützung des türkischen Geheimdienstes für Al Nusra und den IS belegte. Erdogan ist von Anfang an ein wichtiger Akteur in diesem teuflischen Szenario. Jedoch die Urheber sind die, die für ihre Geostrategischen Interessen wieder einmal das Völkerrecht mit Füßen treten um in Syrien zu intervenieren, wohl wissend das die Eskalation zu einem Weltkrieg führen kann. Die Unterstützung der sogenannten syrischen Opposition die ausschließlich aus Islamistischen Terrorgruppen besteht ist eine gemeinsame Sache von USA, westlicher Staaten, Saudi-Arabien und der Türkei. Islamistische Kräfte die in Europa Terror Anschläge verüben, werden in Syrien von westlichen
Staaten mit Waffen und Logistik unterstützt. Das muß man sich mal vorstellen, mit was für einer Heuchelei wir es zu tun haben.

Asad ist ohne Zweifel ein Diktator und über sein Schicksal müssen die Völker Syriens bestimmen. Doch was ist mit Erdogan?
Während Asad Aleppo bombardierte, hat Erdogan 5 kurdische Städte dem Erboden gleichgemacht mit tausenden Zivilen Opfern und hat dafür gesorgt das 500 000 Menschen flüchten mußten. Auch nach dem das UNO-Hochkommisseriat im vergangenen März die Türkei schwerer Menschenrechtsvergehen beschuldigte, haben USA, EU und allen voran die Bundesregierung dies ignoriert. Mehr noch Merkel hat dem Despoten Erdogan Wahlkampfhilfe geleistet, das letzte Mal im vergangenen Februar. Die Bundesregierung hat Erdogan mit Waffen beliefert obwohl sie wußte, das er Krieg gegen die eigene Bevölkerung führt. Früher oder später wird Erdogan auf der Anklagebank sitzen. Das die demokratischen Kräfte in der Türkei und Kurdistan werden die Nebenkläger sein, die die Bundesregierung wegen Beihilfe zu Menschenrechtsvergehen bzw. Kriegsverbrechen anklagen wird.

Liebe Freundinnen und Freunde Morgen am Sonntag wird in der Türkei das Referendum für die Verfassungsänderung abgehalten.
Bei diesem Referendum geht es nicht nur um die Zukunft der Türkei und Kurdistans, sondern, auch um die Zukunft des Nahen-Ostens und auch um die Europas. Ein Nein beim Referendum würde eine herbe Niederlage für Erdogan bedeuten und den demokratischen Kräften den Weg ebnen im Kampf für die Demokratie und dauerhaften Frieden in der Region. Es geht um die Verteidigung der demokratischen Selbstverwaltung in Rojava und im Shengal. Es geht um die Rechte der Frauen und die der arbeitenden Menschen. Es geht um die Rechte der religiösen Minderheiten und die Rechte der LGBTI. Denn die Zeit drängt. Gegenwärtig befinden sich 219 politische Häftlinge, davon ein drittel Frauen, seit 60 Tagen im unbefristeten Hungerstreik. Sie fordern das die Massenverhaftungen aufhören, sowie Misshandlung, Folter und Isolation in den Gefängnissen. Des Weiteren fordern Sie die Freilassung von Öcalan und allen politischen Gefangenen. Der kritische Punkt des Hungerstreiks ist längst erreicht, in den kommenden Tagen kann es zu ersten Todesfällen kommen. Dies darf nicht geschehen.

Als Stadtratsgruppe Die Linke unterstützen wir den Aufruf des Demokratischen Kongresses der Völker (HDK-Avrupa) in Europa und rufen alle demokratischen Kräfte dazu auf sich mit den politischen Gefangenen sowohl mit den demokratischen Kräften in der Türkei und Kurdistan zu solidarisieren. Für die Demokratie und dauerhaften Frieden muß Erdogan Weg. In diesem Sinne, Nein zu Erdogan und nochmals Nein.

Deshalb fordern wir:

  • Schluss mit deutschen Waffen Exporten in die Türkei und in andere Länder
  • Einstellung aller EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei und stopp der Finanzhilfen
  • Schluß mit dem Merkel-Erdogan Pakt
  • Schluß mit der Kriminalisierung der linken kurdischen und türkischen Organisationen in der BRD

Für eine Welt ohne Krieg, Gewalt und Ausbeutung - Hoch die Internationale Solidarität!

Ostermärsche in Bayern 2017

Übersicht: Die bayerischen Ostermärsche 2017 - Karsamstag/Ostermontag, Süd-/Nordbayern ...

Quelle (bundesweite Übersicht): www.friedenskooperative.de/ostermarsch-2017

PEACE
Sa 15 April: Nordbayern Südbayern
Ansbach
13:30h "Warm Up" vor US-Kaserne Katterbach, 15:00h Kundgebung Martin-Luther-Platz + Demozug
Augsburg Militär löst keine Probleme – Militär ist das Problem
11:30h Königsplatz, Demo und Kundgebung - Musik: Rockband "Ruam"
Aschaffenburg NEIN zu Krieg und Terror! JA zur Abrüstung weltweit! 11:00h Stiftsplatz, Demo, Abschluß Schönthal Miesbach Initiative Ostermarsch Kreis Miesbach: Start 10 Uhr, Rudolf-Pikola-Schulanlage, Demo, Abschluß 12 Uhr Rathaus Miesbach
Maxhütte-Haidhof "Ostermarsch 2017 im Städtedreieck" 14:00h Rathausplatz Ansprache, dann mit Fahrrädern (!) über Teublitz nach Burglengenfeld München "Abrüsten für eine gerechtere Zukunft" 11 Uhr, Stachus, Demo zum Max-Joseph-Platz, Kundgebung ca. 12:30 Uhr, vorher 9:30 Uhr ökum. Gottesdienst St. Markus
Würzburg "Deutschland MACHT Krieg mit Aufrüstung und Rüstungsexporten! " 11:00h Auftakt Theatervorplatz, Demonstration zum Barbarossaplatz Traunstein "Für Frieden und Soziale Gerechtigkeit – Gegen Ausgrenzung und Abschiebung" - Start 10:30h Stadtplatz, Kundgebung - Musik mit Christoph Weiherer
Mo 17. April: Nordbayern Südbayern
Fürth 12.45 Uhr Hiroshima-Denkmal Stadtpark (Auftakt für Nürnberg) Landshut 14 Uhr Kundgebung am Rathaus mit Clemens Ronnefeldet, Ostermarsch durch die Innenstadt
Nürnberg "Für Frieden, Solidarität und Freiheit" 13:15 Uhr Olof-Palme-Platz / 14:00 Uhr Kopernikusplatz - Sternmärsche zur Abschlußkundgebung 15:00 Uhr vor der Lorenzkirche 16:30 Friedensgebet "Ostermarsch Draußen" die dual-use - Wanderung, vorbei an der Firma Sitec in Bad Tölz - Treffpunkt München Gl. 33 (Starnberger Bf.) 10:45h, Zug nach Bad Tölz - Rundwanderung ca. 10km

Vergleich zum Vorjahr (2016)

Ostermarsch München - Demo-Clips

Video: Gerhard Hallermayer gh-Film

Ostermarsch München - Video: Eindrücke

Video: nuit debout München

Ostermarsch München 2017 - Faktencheck

20.3.2017 - Entwurf - wird weiterentwickelt.


Was fehlt? - Vorschläge willkommen.
Kriegsfolgen, Hintergründe:
http://www.ippnw.de/frieden/konflikte-kriege/irak/artikel/de/krieg-gegen...
http://www.ippnw.de/frieden/konflikte-kriege/irak/artikel/de/grosse-anfr...
https://www.hintergrund.de/politik/welt/die-wertegemeinschaft-der-lupenr... (2013)
Syrien
http://www.imi-online.de/2017/03/24/eine-pipeline-in-den-krieg/ Wie die Eskalation in Syrien mit Waffenlieferungen über den Balkan angeheizt wurde
http://www.attac.de/fileadmin/user_upload/Gremien/Wissenschaftlicher_Bei...
attac dazu auch "Wegen dieser komplexen Situation gibt es sehr unterschiedliche, zum Teil widersprüchliche Auffassungen und Interpretationen des Geschehens in Syrien ...":
http://www.attac.de/was-ist-attac/strukturen/attac-netzwerk/wissenschaft...
Rüstungshaushalt. Überlegenheit
Rüstungskosten 2015 (SIPRI)
Anmerkung: Je nach Hochrechnung/Bezugspunkt sind z.Zt. unterschiedliche Ergebnisse der angekündigten Steigerungen zu lesen, 64 / 70 / 75 oder 80 Milliarden. Für das große Flugblatt soll es eine aktuelle Erläuterung dazu geben. (Außerdem wurde die anfängliche Formulierung im Aufruf noch konkretisiert)
http://www.imi-online.de/2016/09/29/ruestungshaushalt-2/
Ranking der 15 Länder mit den weltweit höchsten Militärausgaben im Jahr 2015 (in Milliarden US-Dollar) Balkengrafik: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/157935/umfrage/laender-mi...
http://www.imi-online.de/2017/02/27/petition-aufruestung-stoppen-ruestun...
http://www.imi-online.de/2017/02/27/us-budget-anstieg/
https://www.sipri.org/databases/milex
https://theintercept.com/2017/02/27/trumps-proposed-increase-in-u-s-defe...
http://books.sipri.org/files/FS/SIPRIFS1604.pdf SIPRI 2016 mit Zahlen bis 2015
https://www.sipri.org/research/armament-and-disarmament/arms-transfers-a...
http://www.imi-online.de/2017/02/20/siko2017/
https://isw-muenchen.de/2016/12/deutschland-heizt-das-wettruesten-in-eur...
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2016/kw36-vorschau-haushal...
https://www.bmvg.de/resource/resource/VVl2QnR1MjcvczE5S1gvNHJBbVRIaFdGUk...
http://www.mintpressnews.com/the-us-military-machine-summed-up-in-an-inf... engl.
2016 hat Frankreichallein einen größeren Rüstungsetat als Russland! - wer bedroht wen?
http://www.iss.europa.eu/publications/detail/article/sms-european-defenc... .engl
z. Vergl. Zeit-Video 2016:
http://www.zeit.de/video/2016-07/5020138634001/wie-viel-geld-die-nato-un...
Deutschland und EU-Militarisierung:
http://www.imi-online.de/2017/01/24/europas-brexit-dividende/
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59539
http://www.imi-online.de/2017/02/12/ankerarmee-ii/
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59554
Militärstützpunkte:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=37010
http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Standorte/stuetzpunkte.html - d.h.: rund 1000 USA + alle anderen, d.h. z.B. Frankreich, GB, Deutschland, Australien u.v.a. ...
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Milit%C3%A4rbasen_der_Vereinigte...
https://de.wikipedia.org/wiki/Russische_Streitkr%C3%A4fte#Milit.C3.A4ran...
http://theduran.com/596-billion-budget-800-plus-bases-the-massive-us-mil... engl.
http://www.imi-online.de/2017/04/11/us-militaerbasen-im-mittelmeer/
Aufrüstung Ostgrenze, Großmanöver:
http://www.imi-online.de/2015/12/11/aufruestung-der-nato-ostflanke/
http://www.imi-online.de/2017/01/25/nato-bataillon-angekommen/

http://www.counterpunch.org/2017/03/10/why-everybody-but-nato-lives-happ... engl.

Kriegsgründe:
http://www.imi-online.de/download/AusdruckApril2016-JW-Libyen.pdf
https://www.jungewelt.de/2016/07-06/021.php
https://www.heise.de/tp/features/Warum-Krieg-3686028.html
Türkei:
http://www.der-postillon.com/2017/03/erdogan-journalisten.html
Ägypten
http://imi-online.de/download/IMI-Studie2016-10-Egypt-Web.pdf
http://www.jungundnaiv.de/2017/03/03/merkel-in-aegypten-namensliste-der-...
... und andere:
http://www.imi-online.de/2016/12/12/schluss-mit-den-bundeswehreinsaetzen...
"fast nur Verschärfung statt mögliche Schritte":
Ukraine: Beispiel für Lösungsorientierung - Waffenstillstandsvertrag von Minsk.
Konfrontation: Ausgangspunkt Putsch, Nato-Osterweiterung existtenzielle Bedrohung für Russland.
Lösungsvorschlag u.a.: Neues, kontrolliertes Referendum auf der Krim mit OSZE-Beteiligung,
Ukraine besser zum Einhalten der "Minsk-Vereinbarung" drängen - Aufrüstung nicht weiter fördern.

Syrien: Beispiel für Lösungsorientierung - Chemiewaffenbeseitigung in Syrien per Einigung USA-Russland.
Waffenstillstände: Zu oft vom Westen sabotiert ...

Atomwaffen, Büchel:
http://www.no-nukes-germany.de/ Petition
http://www.imi-online.de/2017/02/18/eu-atomare-supermacht-ii/
http://www.imi-online.de/2016/11/29/faz-atommacht-deutschland/
http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-02/trump-nato-atomwaffen-europa/...
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2010/29155758_kw12_de_abru...
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-03/bundestag-atomwaffen-abru...
Rüstung und Soziales:
http://www.imi-online.de/2017/02/22/mehr-ruestung-weniger-soziales/
Medien:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=36864
http://www.nachdenkseiten.de/?p=37067
Gauck, Rede Sicherheitskonferenz 2014:
http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gauck-rede-im-wortlaut-deutsch...
http://www.rationalgalerie.de/kritik/gauck-geht-bartsch-kommt.html
Steinmeier:
(da kommt vielleicht mehr)
http://www.internet-law.de/2017/02/nicht-mein-bundespraesident-zur-wahl-...
http://www.anstageslicht.de/themen/geheimdienste/murat-kurnaz-aus-bremen...
Zitat Heinemann:
http://www.zeit.de/1999/30/Der_Buergerpraesident
https://daserste.ndr.de/panorama/Heinemann,panorama6904.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Heinemann
http://www.reinhardrakow.de/index.php/start/schlaglicht/item/320-viel-ve...
https://dfg-vk-bonn-rhein-sieg.de/index.php/gedanken-zum-frieden/frieden...
Zitat Snowden:
https://tarnkappe.info/edward-snowdens-statement-auf-dem-33c3-es-ging-ni...
https://www.youtube.com/watch?v=3yWdPj-Esgc
"It's not enough to believe in something. If you want things to get better, you're going to have to stand up for something."
"Es reicht nicht, an etwas zu glauben. Wenn Ihr wollt, dass es besser wird, werdet Ihr Euch für etwas einsetzen müssen."
Ergänzend: http://www.actvism.org/wp-content/uploads/2017/02/170214_Transkript_Edwa...
dort mehr: http://www.actvism.org/politics/interview-video-edward-snowden-actvism/

Unterstützerliste Ostermarsch München 2017

Hier sind die bisherigen Unterstützer_innen für den Ostermarschaufruf München 2017 aufgeführt:
- die Liste wird laufend aktualisiert - bis zur Demo selbst. (14.4.2017)

TRÄGERKREIS MÜNCHNER FRIEDENSBÜNDNIS1: Deutsche Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegnerlnnen (DFG/VK)Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FIFF)Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung IPPNW e.V.Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF)Münchner Bürgerinitiative für Frieden und Abrüstung (BIFA)Mütter gegen Atomkraft München e.V.Munich American Peace Committee (MAPC)Netzwerk Friedenssteuer Gruppe MünchenPax Christi MünchenVereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten • Welt ohne Kriege e.V.

mehr ORGANISATIONEN/GRUPPEN: Attac MünchenDIE LINKE. im Stadtrat MünchenDIE LINKE. MünchenDKP München • DKP Neuhausen • DKP Südbayern • Freidenkerverband München • Interkulturelles Forum e.V. • Landesarbeitsgemeinschaft FRIEDEN der LINKEN • Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus • ÖDP MünchenÖkumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit, MünchenRechtshilfe für Ausländer/innen München e.V. • SDAJ München • SoKo Wessling • Sozialforum Amper Fürstenfeldbruckzbb zusammenschluss bayrischer bildungsinitiativen

PERSONEN: Inge Ammon, FFB • Klaus-Dieter Bornemann • Adolf Caesperlein • Ursula Epple • Regina Feil, Caritasheim Dantestr. • Richard Forward • Hans-Georg Frieser, Sprecher gewerkschafts- und kulturpolitischer AK Heinz Huber der ver.di Senioren • Martin Gruber Berufsschullehrer i.P. • Erwin Jedamus • Jürgen Jung • Moritz Kaiser • Christiane Kröll • Dr. Hartwig Latocha • Sigrid Lenz • Petra Leonhardt • Fritz Letsch • Walter Listl • Klaus C. Lueger-Muth, prakt. Arzt • Emmi und Helmut Menzel • Elisabeth Muth, Kinder-und Jugendpsychiaterin • Elfi Padovan • Annabelle N. Poertner • Tom Reineke • Lili Schlumberger-Dogu • Sonja Schmid (Sozialforum München) • Linda Schneider, stellv. Landesbezirksleiterin ver.di Bayern • Claus Schreer • Anna Seliger, Sozialpädagogin, GEW • Ursula Uhrig • Mechthild von Walter, Stadträtin a.D. • Günter Wimmer, Soz.Päd.i.R. • Frank Winkler, Bikeforpeace-and-new-energies e.V. • Sandra Zollner •


  • 1. Die Trägerkreisgruppen sind von Haus aus dabei!