SIPRI registriert Rekord-Militärausgaben

Kampfbomber helfen nicht gegen Viren –
SIPRI registriert Rekord-Militärausgaben

von Fred Schmid (29.04.2020)

Als Ende April 2020 das Internationale Friedensforschungsinstitut SIPRI sein Fact Sheet zu den Welt-Militärausgaben 2019 veröffentlichte, registrierte man in den USA zur gleichen Zeit 55.000 Corona-Tote. Ein Ende der Epidemie ist nicht in Sicht. Denn für die gesundheitliche Sicherheit der Menschen und die Eingrenzung der Epidemie fehlt es an allem: an Testkapazitäten, Intensivbetten, Beatmungsgeräten, Schutzkleidung und Schutzmasken usw. – das öffentliche Gesundheitssystem ist überfordert und liegt am Boden. Dafür aber kommt das reichste Land der Erde bei Vernichtungssystemen groß raus.

Nach Angaben von SIPRI haben die USA im vergangenen Jahr ihre Rüstungsausgaben um 5,3 Prozent gesteigert – auf 732 Milliarden Dollar. Das ist fast so viel, wie die darauffolgenden zehn Länder zusammen für Wehr und Waffen ausgeben. Mehr als ein Drittel – 38 Prozent – aller Militärausgaben der Welt werden von der Supermacht verpulvert; und das bei einem Anteil an der Weltbevölkerung von knapp über 4%. Allein der Zuwachs 2019 betrug 37 Milliarden Dollar. Das Geld hätte ausgereicht, um einen wirksamen Seuchenschutz aufzubauen.

„Beschämende Zahlen“ nannte die Linke die Fakten, die SIPRI im Hinblick auf Deutschland vorlegte. ...

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