Seit vielen Jahren verbindet den Arbeitskreis München-Asháninka eine intensive Zusammenarbeit mit dem indigenen Volk der Asháninka im amazonischen Regenwald Perus. Im Mittelpunkt steht dabei ein Grundsatz: Regenwaldschutz kann nur gemeinsam mit den indigenen Völkern gelingen – nicht über ihre Köpfe hinweg und schon gar nicht gegen sie. Doch wie sieht eine solche Zusammenarbeit konkret aus? Ist eine Kooperation wirklich auf Augenhöhe möglich – und welche Herausforderungen bringt sie mit sich?
Gemeinsam mit Jhenny Muñoz Hilares von einer indigenen Nichtregierungsorganisation im zentralen Regenwald Perus wollen wir kritisch und offen auf die Erfahrungen der Zusammenarbeit schauen: Was hat zur Stärkung indigener Organisationen beigetragen? Welche Unterstützung war für Frauen- und Kinderrechte, die Sicherung indigener Territorien und den Schutz von Umweltschützer*innen hilfreich? Und wo sind Projekte gescheitert oder sogar in die falsche Richtung gegangen? Dabei fragen wir: Was bedeutet es, voneinander zu lernen? Welche Haltung braucht es, um solidarisch zusammenzuarbeiten, Machtverhältnisse zu hinterfragen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen? Kann solidarische Zusammenarbeit zwischen Menschen und über Grenzen hinweg zu einem Frieden mit Mensch und Natur beitragen? Denn Frieden bedeutet mehr als die Abwesenheit von Gewalt. Frieden entsteht dort, wo Menschenrechte geachtet, Lebensgrundlagen geschützt, Konflikte gemeinsam bearbeitet und unterschiedliche Perspektiven gehört werden.
Spanisch mit Übersetzung.